Wenn Sie heutzutage Ihre Webpräsenz bekannt machen wollen, muss vieles stimmen. Eine gute Website allein garantiert noch lange keine Erfolgsstory. Steht Ihre Page erst einmal im Netz, hängt einiges von einer geschickten Marketingstrategie ab. Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass sich schon bald sogenannte SEO-Spezialisten bei Ihnen melden werden, welche Ihnen – für viel Geld – die Sterne aus der Webgalaxie holen wollen. Wenn Sie aber einen kleinen Onlineshop betreiben, fehlt Ihnen möglicherweise das nötige Kleingeld. Anhand des Schmuck-Shops
«pearlonline.ch» beschreibe ich, wo Sie selber – trotz kleinem Budget – den Hebel ansetzen und Ihre Page bekannt machen können.
Bestandesaufnahme
Bevor Sie mit der Planung von Marketing-Massnahmen loslegen, sollten Sie sicher sein, dass mit Ihrem Angebot alles stimmt. Sind beispielsweise sämtliche Artikel im versprochenen Zeitraum lieferbar?
Überzeugt der USP (Unique Selling Proposition)?
Mit USP ist das Alleinstellungsmerkmal gemeint. Welche Artikel in Ihrem Shop sind einzigartig? Was unterscheidet Ihre Produkte von jenen der Konkurrenz? Verfügen Sie über ein Angebot welches einen Bericht im lokalen Anzeiger wert ist? Ein guter USP und die damit verbundene Medienpräsenz sind beinahe unbezahlbar.
Auf die Präsentation kommt’s an
Bevor Sie loslegen, sollten Sie folgende Fragen beantworten können: Stimmen Markenbild und Internetauftritt überein? Sprechen Sie Ihre Zielgruppe an? Ist der USP optimal in Szene gesetzt? Verfügen Sie über die Tools, um Ihre Kunden auf längere Zeit binden zu können?
Suchmaschinenoptimierung (SEO)
Zu diesem Thema habe ich mich bereits ausführlich geäussert. Ihr Angebot mag noch so überzeugend erscheinen, der Webauftritt professionell umgesetzt sein, wenn Sie nicht gefunden werden, bleiben Sie auf Ihren Artikeln sitzen. Wurde Ihre Page also nicht von Beginn weg für Suchmaschinen optimiert, erreichen Sie mit keinem Budget den gewünschten Erfolg.
Bezahlablauf
Umfragen zeigen, dass sich ein Grossteil potenzieller Kunden während des Bezahlvorgangs bei Onlineshops verabschieden. Stellen Sie deshalb Ihren Kunden möglichst viele Bezahloptionen zur Verfügung. Je weniger Alternativen Sie anbieten, desto weniger werden Sie verkaufen. Hier gilt es also Nutzen und potenziellen Schaden gegeneinander abzuwägen. Wollen Sie beispielsweise keinen Verkauf auf Rechnung anbieten, vermeiden Sie mögliche Verluste aufgrund nicht bezahlter Rechnungen, verlieren aber auch mögliche Kunden, welche Sie nicht kennen. Auch hier spielt der USP mit hinein. Wenn Ihre Produkte einzigartig sind, können Sie es sich auch leisten, die eine oder andere Bezahlmöglichkeit auszulassen.
Zielsetzung
Damit der Erfolg später messbar ist, benötigen Sie entsprechende Ziele. Diese könnten beispielsweise so aussehen:
– Steigerung des Websitetraffic
– Querlinks auf Themenrelevante Sites
– Gewinnung von Newsletter-Abonnenten
– Finden von Suchbegriffen mit grosser Wirkung für wenig Budget
Umsetzung
Wie bereits erwähnt, je besser Ihr USP, desto grösser Ihre Erfolgschancen. Reden Sie darüber, respektive beschreiben Sie Ihre Vorteile prominent auf Ihrer Webpage. Im Fall von «pearlonline.ch» ist es die hohe Qualität der Schmuckstücke. Jedes Teil ist ein Einzelstück, von Hand hergestellt und erst noch massiv günstiger als entsprechende Artikel im Fachhandel. Diese Vorteile sollten in angemessenem Umfang auf den einzelnen Sites beschrieben werden. Hohe Qualität zu einem vergleichsweise «Schnäppchenpreis» ist immer ein guter Aufhänger. Das beste daran, Sie brauchen bei dieser Massnahme kein Geld in die Hände zu nehmen. Vorausgesetzt, Sie sind in der Lage, ein bis zwei «gerade» Sätze niederzuschreiben.
Links und Printartikel
Sobald Ihre Page entsprechend optimiert ist, sollten Sie dafür sorgen, dass über Sie geschrieben wird. Melden Sie sich mit Ihrem USP bei der Redaktion des regionalen Blattes oder schreiben Sie entsprechende Themenblogs an. Versuchen Sie so zu begehrten Crosslinks zu kommen. Jeder «fremd platzierte» Link ist Gold wert. Bieten Sie den Redakteuren interessante Themen an. Versuchen Sie sich in die Situation der Journalisten hinein zu versetzen. Was könnte den Leser interessieren, verdient es also, in einem Artikel erwähnt zu werden?
Newsletter-Marketing
Sobald Sie einem Kunden etwas verkauft haben, sollten Sie mit diesem in Kontakt bleiben. Bieten Sie zu diesem Zweck einen regelmässigen Newsletter an. In diesem Artikel erfahren Sie, worauf Sie beim eMail-Marketing besonders achten sollten. Vermeiden Sie jedoch auf jeden Fall, als Spamer wahrgenommen zu werden. Schaffen Sie auch hier Vertrauen, indem Sie in jedem Newsletter etwas zielgruppengerechtes zu berichten haben. Weniger ist hier immer mehr. Lieber einen Newsletter pro Monat versenden, als die Kunden wöchentlich mit Belanglosigkeiten belästigen.
Social Marketing
Ohne Socialmedia kommt heute kein ernstzunehmendes Unternehmen mehr weg. Facebook, Blog und Twitter gehören heute in jede Marketing-Strategie. Setzen Sie eine Facebook-Seite auf und treten Sie mit Kunden in persönlichen Kontakt. Hören Sie ihnen zu und nehmen Sie diese ernst.
AdWord-Kampagnen
Sobald Sie ein paar erfolgsversprechende Suchwörter gefunden haben, können Sie bereits für wenig Geld eine kleine AdWord-Kampagne aufsetzen. Machen Sie sich ein paar Gedanken darüber, was potenzielle Kunden ins Suchfeld von Google, Yahoo oder Bling eingeben könnten, wenn sie Ihre Artikel suchen würden. Beobachten Sie Freunde, Bekannte und Verwandte dabei, was diese ins Suchfeld eingeben und verwenden Sie diese Begriffe in Ihrer Kampagne. Achten Sie dabei darauf, dass die Suchenden auch sofort fündig werden. Das heisst, bieten Sie für jedes AdWord-Inserat passende Landingpages an.
Fazit
Wie Sie gerade lesen konnten, ist es möglich, mit wenig Budget den Bekanntheitsgrad einer Page zu steigern. Was Sie aber auf jeden Fall mitbringen müssen ist Zeit. Legen Sie sich eine Agenda zurecht, wie viel Zeit Sie (wöchentlich) in die eigenen Marketing-Massnahmen investieren wollen. Denn mit den ersten – hoffentlich erfolgreichen – Optimierungsmassnahmen ist es lange nicht getan. Nun sollten Sie diese regelmässig überprüfen, anpassen und weiter optimieren. Nehmen Sie sich diese Ratschläge zu Herzen, sollten sich Ihre Umsätze bald schon merklich steigern.